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Wanderreiten

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Während bei den meisten Sparten des Reitsportes der Leistungsgedanke sehr wichtig ist, und immer wieder gezielt auf Turniere hintrainiert wird, stehen beim Wanderreiten andere Kriterien im Vordergrund. Es sind dies hauptsächlich der „Erlebnis- und Wohlfühlfaktor“!

 

Das Reiten außerhalb des Reitplatzes, auf bekannten oder auch unbekannten Wegen, manchmal über „Stock und Stein“, alleine oder in einer Gruppe, bei jeder Witterung und mit dem eigenen Pferd als verlässlichen Partner – das ist Wanderreiten.

Das Tempo steht im Hintergrund und richtet sich nach der Tagesverfassung des schwächsten Reiters bzw. des schwächsten Pferdes. Somit ist auf mehrtägigen Ritten der Schritt die häufigste Gangart. Das entspricht einer Reisegeschwindigkeit von ca. 6 km/h. Mit diesem Tempo wurden mehr als 2000 Jahre lang alle Reisen durchgeführt, alle Güter in die unterschiedlichsten Länder transportiert und ganze Kontinente erforscht. 6 km/h – das ist die Geschwindigkeit,  mit der die „Seele noch mitkommt“! Wanderreiten ist eine wunderbare Möglichkeit für „Entschleunigung“ in einer Welt, in der Leistung, Tempo und Hektik an der Tagesordnung stehen.

 

Wie bei allen Reitdisziplinen ist auch beim Wanderreiten ein korrekter, pferdeschonender Reitstil die Grundvoraussetzung für das Wohlbefinden von Pferd und Reiter. Allerdings spielt es keine Rolle ob im klassischen Stil oder im Westernstil geritten wird.  Gerade beim Wanderreiten können die Unterschiedlichkeiten der Reiter und Pferde erfolgreich unter einen Hut gebracht werden – als gemeinsamer Faktor bleiben immer das Naturerlebnis und die enge Beziehung zum eigenen Pferd.

 

Bei jedem längeren Ausritt gibt es Situationen, die für einen anhaltenden „kick“ sorgen. Dabei kann es sich um steile Bergauf- oder Bergabpassagen oder um die Überwindung eines unwegsamen Grabens handeln. Eine schmale Brücke, ein Weg neben der Eisenbahn oder eine arbeitende Schneefräse im Winter sorgen immer wieder für unerwartete Adrenalinausschüttungen von Pferd und Reiter. In solchen Situationen sollte sich der Reiter nicht zu sehr beunruhigen lassen, und seine Gelassenheit auch auf das Pferd übertragen. Hat man eine derartige Gefahrensituation erfolgreich gemeistert, erhöht das natürlich das  Selbstvertrauen des Reiters und die Verkehrssicherheit des Pferdes.

 

Etwa 80% der Mitglieder des LFV sind Freizeitreiter, die nicht am reiterlichen Turniergeschehen interessiert sind. Genau für diese Gruppe von Pferdebesitzern möchte ich in Zukunft verschiedene Angebote organisieren. Ich denke dabei zum Beispiel an Reiterstammtische, Vorträge, gemeinsame Wanderritte und regelmäßige Wanderreitführerkurse samt Fortbildung.

 

Für weitere Anregungen wäre ich sehr dankbar! Ich bin immer per e-mail erreichbar und freue mich über jede Nachricht. (ma.salcher@tsn.at)

  

                            Manfred Salcher

                            Oktober, 2009
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