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Informations- und Diskussionsabend über die Abhaltung von Pferdesportveranstaltungen und Landesmeisterschaften in Tirol 2020

Ein sachbezogenes Treffen in gutem und lösungsorientiertem Klima

Der Vorstand des Tiroler Pferdesportverbandes steht für Offenheit, Kommunikation und Transparenz. Somit nutzten wir gleich den 2. Juni um in einem großen Saal mit ausreichend Abstand im Gasthof Speckbacher am Gnadenwald zusammen mit den Tiroler Turnierveranstaltern und den ReferentInnen über die Möglichkeit zur Abhaltung von Turnieren und Austragung von Tiroler Meisterschaften im Pferdesport zu diskutieren. Um zu guten und allgemein akzeptierten Ergebnissen zu kommen ist der persönliche Austausch unverzichtbar. Dazu gehören auch kritische Anregungen. Es wurde deutlich, wie wichtig es war nach dreimonatiger Quarantäne und Ausgangssperre sich wieder den Fragen unserer Mitglieder zu stellen. Viele Fragen haben sich auch im Zuge der Lockerungsmaßnahmen ergeben. Wenn tausende Demonstranten dicht gedrängt gegen Rassismus demonstrieren und wenn es überfüllte Baumärkte gibt, warum darf man dann, auf großräumigen Reitanlagen im Freien, nur beschränkt Pferdesportveranstaltungen abhalten? Ein Großteil der Lockerungen, die seit Mitte April einsetzten, beschleunigt sich seither entlang der Logik: Warum darf das eine noch nicht sein, wenn das andere schon erlaubt ist?

Diskussion über Turniere und Landesmeisterschaften in Tirol
In der gemeinsamen Diskussion konnten auch Gerüchte, die während den letzten Wochen entstanden sind, ausgeräumt werden – wie zum Beispiel, dass der OEPS in diesem Jahr gar keine Turniere will. Auch der Vorstand des Tiroler Pferdesportverbandes war immer für Turniere, sobald es die Covid-19 Situation erlaubt und hat auch in seiner letzten Vorstandssitzung beschlossen, es den Referaten freizustellen, ob sie Landesmeisterschaften abhalten wollen.
In der Dressur und im Springen werden die Meisterschaften ausgetragen, jedoch einige andere Referate warten die Entwicklung von Covid-19 und eventuelle weitere Lockerungsmaßnahmen noch ab.
Zum Nachdenken bewegten die Anwesenden die Schilderungen der Kleinpferde- und Ponyreferentinnen. Diese Referate wollen 2020 keine Landesmeisterschaften abhalten, da Eltern von den reitenden Kindern und Jugendlichen zum Teil in Kurzarbeit sind, oder sogar arbeitslos, sodass die Gefahr besteht, dass Eltern sich die Pferde für ihre Kinder nicht mehr leisten können. Auch die Ländlichen haben sich in diesem Ausnahmejahr für das Aussetzen der Meisterschaften entschieden – nicht nur in Tirol, sondern in ganz Österreich.

Sicherheitskonzept für Turniere
Ganz besonders dankbar sind wir Frau HR. Dr. Angelika May, die den Tiroler Pferdesportverband während der Ausgangssperre immer hilfreich juristisch beraten hat. Angelika May war auch maßgeblich an der Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten für den OEPS beteiligt, unter anderem die Empfehlungen für die Planung und Durchführung von (Corona)-Turnieren.
Als selbst begeisterte Reiterin war Angelika May gerne bereit bei der Informationsveranstaltung die Sicherheitsbestimmungen zu erläutern und eine Vielzahl von Fragen zu beantworten.
Zentrales Thema der Diskussion waren die Folgen der vorerst letzten Covid-19 Lockerungsverordnung. Die maximal erlaubte zulässige Personenanzahl, die gleichzeitig auf dem Turniergelände anwesend sein dürfen, beträgt 100 Personen, inklusive Reiter, Pfleger, Begleiter und Zuschauer. Ausgenommen sind Personen, die für die Durchführung der Veranstaltung notwendig sind: Das Team des Veranstalters, Richter, Parcoursbauer, Schreiber und Meldestelle.
Dazu kommt die Notwendigkeit der Beachtung von Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen, was dazu führt, dass mehr Personal, mehr Kontrolle und mehr Reinigung als bisher erforderlich sein werden.
Des Weiteren besteht die Notwendigkeit der Einhaltung von Mindestabständen: Bei der Sportausübung gelten 2 Meter, während sonst auf dem Turniergelände, auch in der Meldestelle, den Richter- und Sprecherhäuschen und im Bereich der Boxen die 1-Meter-Abstandsregelt gilt. Davon sind Personen die im gemeinsamen Haushalt leben ausgenommen. Nur der Abstand zwischen Reitern und Betreuern und Trainern darf vor allem aus Sicherheitsgründen unterschritten werden.
Eine stufenweise Erhöhung der Personenzahl ist per 1. Juli 2020 im Freiluftbereich mit 500 Personen, in Hallen mit 250 Personen, per 1. August 2020 auf 750 Besucher im Freiluftbereich und 500 Personen in Hallen verordnet worden. Voraussetzung dafür ist aber die Bereitstellung zugewiesener und gekennzeichneter Sitzplätze und die Ausarbeitung eines Covid-19-Präventionskonzepts für die Veranstaltung durch einen Covid-19 Sicherheitsbeauftragten. Das Konzept ist der Verwaltungsbehörde mindestens vier Wochen vor der Veranstaltung vorzulegen. Aufgaben des Covid-19 Beauftragten sind die Erstellung des Präventionskonzepts, Mitarbeiterschulung, Regelungen zur Steuerung der Besucherströme und die Erarbeitung von Hygienevorgaben, insbesondere für sanitäre Einrichtungen. Der Covid-19 Beauftragte gilt auch als Ansprechperson gegenüber Behörden. Eine Ausbildung zu Covid-19 Beauftragten kann man zum Beispiel beim Roten Kreuz oder BFI absolvieren.
Alle Sicherheitskonzepte des OEPS lassen bewusst Platz für individuelle Entscheidungen, vor allem auch für eigene kreative Lösungen, die in Absprache mit der jeweils zuständigen Verwaltungsbehörde (Meldepflicht!). Die Expertise des Veranstalters zwecks Einschätzung der eigenen Infrastruktur und der unterschiedlichen Bedürfnisse der Aktiven kann nicht ersetzt werden!

Wir sind sehr dankbar, dass Turniere wieder stattfinden können. Vor allem bedanken wir uns jetzt schon bei den Turnierveranstaltern und allen Mitwirkenden, die in diesen schwierigen Zeiten zusätzliche Mühe auf sich nehmen, um es den ReiterInnen zu ermöglichen sich auf Turnieren messen zu können. Wir bitte Euch dringend die Empfehlungen zu berücksichtigen, weil bei einem Anstieg der Infektionszahlen wohl Verschärfung der Bedingungen für Veranstaltungen zu befürchten sind – nur so können wir hoffen, dass jene geselligen Turniere wieder stattfinden können, die wir alle kennen und schätzen.

Bitte bleibt alle gesund, schaut auf Euch und Eure Pferde und wir werden uns weiterhin bemühen unser Bestes für unsere Mitglieder zu geben!
Mag. Klaus Haim
Präsident Tiroler Pferdesportverband


Der Tiroler Pferdesportverband trauert um Hans Schwemberger

28. Oktober 1948 – 2. Juni 2020

Träger des goldenen Ehrenzeichens des Tiroler Pferdesportverbandes

Ich kannte Hans Schwemberger seit meiner Kindheit, da wir ja Nachbarn waren. Soviel ich mich erinnern kann, war Hans Schwemberger nie ein aktiver Turnierreiter, aber er war ein Manager und vor allem war er ein Pferdemann und Familienmensch – er war fair, allseits beliebt und geschätzt, respektvoll und hatte Handschlagqualität. Er war rundum ein feiner Mensch, den man gerne um sich hatte. Hans Schwemberger machte den Stall Weererwirt zu einem der bekanntesten Ausbildungs- und Turnierställe Österreichs; und der Stall Weererwirt wurde zu einer wesentlichen Säule des Tiroler Pferdesports.

Der Gasthof und der Stall Weererwirt haben eine mehr als 600 Jahre lange Geschichte. Der Weererwirt diente früher auch als Pferdewechselstation für Fuhrleute und Kuriere.
Die Familie Hans Schwemberger hatte daher schon immer einen Bezug zu Pferden. Sein Vater Max Schwemberger arbeitete nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg in der elterlichen Gast- und Landwirtschaft mit und begann mit Pferden die Holzbringung aus den Hochwäldern der Berge.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den Sechzigerjahren erkannte er die Chance im Fremdenverkehr und erweiterte sein Gasthaus zu einem Hotel.
Seine alte Liebe zu den Pferden kam nach Erreichen der wirtschaftlichen Stabilität des Hotelbetriebes wieder zum Vorschein. Er kaufte zwei Shagya-Araber Zuchtstuten aus Ungarn und aus den anfänglichen Kutschen- und Schlittenfahrten wurde eine Reitschule als staatlich anerkannter Ausbildungsbetrieb.
Der Sport- und Ausbildungsstall Weererwirt wurde unter der Leitung seines Schwagers Erwin Berger, der selbst international erfolgreicher Springreiter war, zu einer wahren Kaderschmiede für den talentierten Tiroler Reiternachwuchs.
Für Hans war es eine große Freude, dass seine Nichten Janine und Marie und sein Neffe Andreas die Liebe und die Leidenschaft zu den Pferden teilten und mit großem Erfolg besonders dem Springsport verbunden sind. Besonders glücklich war er, dass auch seine Frau Angelika mit Begeisterung und Erfolg im Fahrsport tätig ist und ihm bei der Turnierorganisation immer eine große Stütze war.
Neben den SpringreiterInnen, die national und international erfolgreich waren, war es vor allem die Voltigiergruppe RC Karwendel im Stall Weererwirt, die in ihrem Sport weltweit für Begeisterung sorgte. Die „gelben Teufel“ vom Weererwirt waren bei allen Turnieren gern gesehene Gäste, aber auch harte Konkurrenten. Ihre Turniere führten sie in viele Städte Europas und sogar nach San Francisco. Höhepunkt der von Herta Hilden trainierten Voltigierer war der Vizeeuropameistertitel von Sabine Bistan.

Hans Schwemberger war auch ein begnadeter Turnierveranstalter. Es gelang ihm, die gesamte Tiroler Pferdesportszene und auch das gesamte Dorf in Weer miteinzubinden. Der Festumzug durch das Dorf in Weer und das Schauprogramm am Turnierplatz waren Ereignisse, auf die man sich sehr gefreut hat. Und so wurde das Turnier in Weer weit über die Grenzen Österreichs hinaus zu einer bekannten und beliebten Veranstaltung im Reitsportkalender.
Die Weerer Reitturniere erfuhren eine enorme Aufwertung durch international erfolgreiche Reitgrößen wie Thomas Frühmann, Julia Kayser, die österreichischen Nationenpreisreiter und Olympiateilnehmer Anton Martin Bauer und Gerfried Puck, den Schweizer WM- und Olympiateilnehmer Markus Fuchs, den Schweizer WM-Kaderreiter Paul Freimüller, Valerio Sozzi aus Italien und Joe Turi aus Ungarn.
Auch die Fahrturniere lockten alljährlich hochkarätige Teilnehmer an. Dazu gehörten Isidor Weber, mehrfacher Landesmeister und österreichischer Meister, sowie Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften, der das Fahren beim Weererwirt begonnen und initiiert hat, Michael Freund, zweimaliger Weltmeister im Vierspänner und Georg Moser, Weltmeister bei den Zweispännern.
All diese großartigen Erfolge und die wunderschönen Turniere wären ohne Hans Schwemberger nicht möglich gewesen. Dafür haben wir Hans 2015 mit der höchsten Auszeichnung, die der Tiroler Pferdesportverband vergeben kann, dem Goldenen Ehrenzeichen des Tiroler Pferdesportverbandes, geehrt.
Hans war ein Pferdemann, der es verstand andere Mitmenschen zu begeistern und große Teile der Bevölkerung miteinzubeziehen. Er wird dem Tiroler Pferdesportverband und allen Pferdefreunden fehlen.

Mag. Klaus Haim

Präsident des Tiroler Pferdesportverbands


Artikel in der Pferderevue

Die Pferderevue hat online einen aktuellen Artikel über Stallsperren etc. veröffentlicht.
Siehe folgender Link: https://www.pferderevue.at/aktuelles/recht/2020/03/tallsperren–auszugsverbote–was-rund-ums-pferd-erlaubt-ist-und-.html

 


Maßnahmen Coronavirus

Empfehlung des Tiroler Pferdesportverbands zur
Versorgung von Pferden in Einstellbetrieben während der Ausgangssperre (PDF)

Liebe PferdebesitzerInnen,

die Tiroler Landesregierung hat am 15. März 2020 eine Ausgangssperre verordnet. Grundlage für diese Verordnung bildende verkehrsbeschränkenden Maßnahmen nach dem Epidemie-Gesetz von1950. In diesem Gesetz gibt es auch Ausnahmeregelungen:

Eine Handlung zur Versorgung von Tieren ist erlaubt.

Ich erlaube mir als Präsident des Tiroler Pferdesportverbandes eine Empfehlung zu geben, um das Ansteckungsrisiko für Menschen in Reitställen möglichst auszuschließen:

  • Es sollten in Einstellbetrieben nicht mehr als fünf BesucherInnen gleichzeitig anwesend sein.
  • Jede/r Pferdebesitzer/in oder Verantwortliche/r sollte in Einstellbetrieben nicht mehr als eine Stunde täglich pro Pferd zur Versorgung, Bewegung und Verabreichung von Medikamenten verbringen.
  • Den StallbesitzerInnen wird empfohlen, eine Planung für Besuchszeiten bei den Pferden vorzunehmen, sodass gewährleistet ist, dass sich zu keinem Zeitpunkt mehr als fünf Besucher im Reitstall aufhalten.

Wir verstehen und akzeptieren alle Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus und hoffen, dass sich die Lage durch dies gesetzten Schritte rasch verbessert. Ich bitte alle Pferdebesitzer/innen nur Maßnahmen zu setzen, die für die Tiergesundheit absolut notwendig sind.

Mit besten Grüßen und großer Hoffnung auf Besserung,

Mag. Klaus Haim
Präsident des Tiroler Pferdesportverbandes

Fritzens, 15. März 2020

 


Corona – Erlass der Bundesregierung

Erlass-Corona_2020-03-11

Bitte wenden Sie sich für Fragen betreffend Sportveranstaltungen direkt an den Veranstalter bzw. an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.


Büro des Tiroler Pferdesportverbands

Dem aktuellen Erlass der Bundesregierung folgend und zur Minimierung des Ansteckungsrisikos mit Covid-19 haben wir den Bürobetrieb des Tiroler Pferdesportverbands auf Teleworking umgestellt. 

Sie erreichen uns wie gewohnt unter Tel. 0512 935600 bzw. via E-Mail info@pferdesport-tirol.at 

Das Büro selbst bleibt bis zum 3. April 2020 geschlossen.


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